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Geschichte

1899-1909  

1910-1945  

1945-1970  

1970-1990  

1990-2000  

2001-2010  

 


1899-1909

"Anlässlich des Brandunglücks von Franz König und Ferdinand Schädler wurde die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr beantragt". So beginnt ein aufschlussreiches Schriftstück in den Gemeindeakten Gründungsfoto der Feuerwehr Bohlingen 1899 (Gemeindearchiv Bohlingen, "Bau- und Feuerpolizei" Heft II 2/1. Fahr 1865 - 1940). Am 04.06.1899 behandelte der Bürgerausschuss diese Frage und die Forderung nach einem Gemeindezuschuss von jährlich 100 DM. Obwohl fast der ganze Gemeinderat für die Notwendigkeit eintrat, lehnte die Mehrheit des Bürgerausschusses zweimal dieses Begehren ab. Eine von Franz Städele und Wolfgang Stoffel durchgeführte Unterschriftensammlung hatte Erfolg. "Geschehen Bohlingen, den 06. Juli 1899", so ist im alten Protokollbuch der Feuerwehr das Gründungsprotokoll überschrieben. Auf Anregung des Herrn Franz Städele. Flaschnermeister, wurde eine Versammlunng auf dem Rathaus anberaumt unter Vorsitz des Herrn Bürgermeisters Hirt. Folgender Beschluss wurde gefasst: 53 Mann erklärten, eine "Freiwillige Feuerwehr" zu gründen, was zur sofortigen Ausführung gelangte und sämtliche mit Beifall einverstanden waren. Der am gleichen Tag gewählte Verwaltungsrat legte das Gründungsfest auf den 10. September 1899 fest. Auf Anordnung des Großherzoglichen Bezirksamtes mußte das Fest wegen der im Dorf ausgebrochenen "Typhus-Krankheit" auf das Jahr 1900 verschoben werden. Schriftführer Matthäus Isele schilderte ausführlich im Protokollbuch das nun am 27. Mai 1900 abgehaltene Gründungsfest. Über 1500 Personen hatten in der großen Halle (heutiges Fabrikgelände) Platz gefunden. "Auch dieser Montag habe noch bis in die Nacht hinein ein reges Festleben gezeigt".Erstes Kommando 1899 Die junge Wehr war sehr aktiv. Auf pünktlichen Probenbesuch wurde Wert gelegt. Erstes Kommando 1899 Schon im Oktober 1899 mussten zwei Wehrleute wegen "unentschuldigten Ausbleibens bei der Nachtübung" eine Strafe von einer Mark bezahlen. Zwei andere erhielten wegen Ausbleibens bei einer Versammlung einen "Verweiß". Alljährlich sollte auf Beschluss des Verwaltungsrates am Martinifest "Kirchparade" gehalten werden. Für jeden Ausmarsch in die Fremde habe der Hornist eine Mark zu beanspruchen. Auch sollten durch Appelle, die jeden zweiten Monat durchgeführt werden, die Ausrüstungsgegenstände überwacht werden. 1900 wurden für das Gründungsfest Tuchrock und Mützen, 1901 die ersten Arbeitsjacken angeschafft. Eine am 31.12.1899 erlassene Satzung für die Hilfsmannschaften setze fest dass diese alle körperlich rüstigen männlichen Einwohner im Alter von 16 bis 60 Jahren umfasse, sofern sie nicht Arzt, Apotheker oder Mitglied der Feuerwehr sind. Alljährlich wurde diese Mannschaft vom Gemeinderat neu eingeteilt. Auch war der Besuch der jährlichen Hauptrobe und zweier anderer Proben Pflicht. Ein unentschuldigtes Ausbleiben bei einem Brandfall oder bei Proben wurde mit einer Geldstrafe bis zu 60 Mark oder Haft bis 14 Tage belegt. Auch Geselligkeit und Fröhlichkeit wurden gepflegt. Höhepunkte waren die alljährlichen Fasnachtsbälle im Gasthaus Krone. Im Jahre 1910 stellte Bürgermeister Hirt die Anschaffung von neuen Leitern für Stock- und Dachsteiger in Aussicht, sobald die Mittel vorhanden seien. Kommandant Städele beklagte mehrere Male die schlechte Unterbringung der Geräte. Nach einer gemeinschaftlichen Probe mit der Böhringer Feuerwehr am 08. Mai 1909 bewilligte der Verwaltungsrat bei einer "gemeinsamen gemütlichen Unterhaltung" in der Gaststätte "Amann" ein Fass Freibier im Betrage von vier Mark.

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1910-1945

Jubiläum 1924Im Jahr 1910 wurde die Anschaffung von neuen Leitern für die Stock- und Dachsteiger vom Bürgermeister in Aussicht gestellt. Die schlechte Unterbringung der Geräte wurde damals seitens der Feuerwehrführung beklagt. Vorteilhaft erwies sich der Bau einer Wasserleitung im Jahr 1913. Im März 1914 bewilligte der Verwaltungsrat der Landesfeuerwehrunterstützungskasse der Gemeinde Bohlingen zur Einrichtung einer Hydrantenanlage nebst Ausrüstung den Betrag von 1000,00 Mark. 
Während des ersten Weltkrieges gingen die Proben regelmäßig weiter, wenn auch mit einer geringeren Zahl an Wehrmännern. Ein Hydrantenwagen mit Ausrüstung sowie eine Saug- und Druckpumpe der Firma Allweiler konnte in der Zeit beschafft werden. Nach dem Kriegsende fand im März 1919 die erste Versammlung statt und das alte Kommando wurde erneut gewählt. 1922 erfolgte die Anschaffung eines zweiten Hydrantenwagens.
Am 13. Juli 1924 feierte die Freiwillige Feuerwehr Bohlingen das 25jährige Bestehen mit „Böllerschüssen, musikalischem Weckruf, Triumphbögen und Pyramiden“. Im Protokollbuch wurde festgehalten, dass 24 auswärtige Feuerwehren und fünf Musikkapellen in Bohlingen gewesen seien.
Auch damals nahm die Bohlinger Feuerwehr an dörflichen Ereignissen teil. So stand sie alljährlich beim Fronleichnamfest Parade und trug zur Verschönerung des Festes bei. Bei Firmungen und Primizen bildete sie Spalier auf dem Weg zur Kirche. 
In den Jahren nach 1933 wurde die Wehr im Luftschutz unterrichtet. Übungen auf dem Speicher des Rathauses sollten zeigen wie schnell ein durch eine Brandbombe verursachter Brand gelöscht werden könne. Kommando 1929 Während des zweiten Weltkrieges kamen neue Aufgaben auf die Feuerwehr Bohlingen zu. Sie übernahm den Sicherheits- und Hilfsdienst des Luftschutzes und führte die angeordneten Kontrollgänge bei der Verdunkelung durch. Einige Kameraden erhielten eine Sonderausbildung als Gas- und Entgiftungstrupp. Durch die Einberufung vieler Wehrmänner zum Militärdienst entstanden natürlich in der Wehr selbst große Lücken. Um die Mannschaftsstärke während des Krieges zu erhöhen, wurden auch weibliche Einsatzkräfte herangezogen. 1944 wurde eine neue Bachert-Motortragspritze beschafft. 
Nach dem Krieg, Ende November 1945 wies der damalige Bürgermeister auf die Notwendigkeit einer Feuerwehr hin und er forderte alle auf, sich dem Dienst für die Allgemeinheit zu widmen. Über 50 Mann erklärten sich unter dem alten Kommando für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Bohlingen bereit.

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1945-1970

1951 Erste WettkampfgruppeDie Tätigkeit der Feuerwehr wurde durch den Zusammenbruch nur kurz unterbrochen. Bürgermeister Alois Sterk wies am 25. November 1945 in einer Einberufungsversammlung darauf hin, wie notwendig eine Feuerwehr in einem Dorf sei. Er forderte alle auf. sich dem Dienst der Aligemeinheit zu widmen. Über 50 Mann erklärten sich bereit, unter dem alten Kommando der Feuerwehr wieder beizutreten. Noch im gleichen Monat konnten die ersten Ausbildungsabende stattfinden. 1949 bestand die Wehr 50 Jahre. Im Protokollbuch vermerkte jedoch Schriftführer Albert Kratt, die derzeitigen finanziellen Verhältnisse würden das Begehen des Festes nicht zulassen. So wurde das Fest auf das Jahr 1950 verschoben. Dem ersten Protokollbuch 1955 Wettkampfgruppe (1899 - 1949) sind Verzeichnisse der 1949 zur Wehr gehörenden Männer, der zur Wehrmacht eingezogenen aktiven Mitglieder und jener Männer, die während des Krieges bei der Feuerwehr Kriegshilfsdienst leisteten, angeschlossen. Das zweite Protokollbuch beginnt mit einem Verzeichnis der Ehrenmitglieder der Feuerwehr und einer Liste der Wehrmänner im Jubiläumsjahr 1950. Das 50-jährige Bestehen wurde am 12. und 13. August 1950 auf dem Festplatz hinter dem Anwesen Norbert Prutscher. Fabrikstraße, gefeiten. Beim Brand auf dem Hittisheimer Hof 1952 bestand die neue Motorspritze ihre Feuertaufe. Im Herbst 1952 traf die neue zweite Motorspritze ein. Beide Spritzen mussten beim Hochwasser im Juli 1953 beim "Sternen" und im Wohnhaus Edwin Weissmann eingesetzt werden. Bei verschiedenen Proben und Übungen wurde festgestellt, dass eine gute und unabhängige Wasserentnahme aus der Aach wegen der Verunkrautung nicht mehr möglich ist. 1955 Wettkampfgruppe Beide Motorspritzen mussten daher ihr Wasser aus dem Kanal entnehmen, wobei bei einer Übung sogar die Schlauchleitung über die alte Aach gelegt wurde. 1956 erfolgte die Einrichtung einer Alarmanlage. Zu Proben und Einsätzen wurde bis dahin mit dem Hörn geblasen. Eine Neuuniformierung der Wehr mit neuen Tuchröcken wurde 1958 vorgenommen. 1966 mußte eine der Motorspritzen durch eine neue ersetzt werden. 1967 erfolgte die Anschaffung einer fahrbaren mechanischen Leiter. Die im Jahre 1901 erworbenen Arbeitsjacken konnten 1968 durch neue Nässeschutzanzüge ersetzt werden. Im Jahre 1968 führte die Wehr zum ersten Mal einen Maibummel durch, der ein voller Erfolg wurde. Schon damals hatten die Verantwortlichen erkannt, wie wichtig die Jugendarbeit ist und organisierten daher diesen Maibummel für die ganze Familie. Die Übergabe der Leistungsabzeichen an die Wettkampfgruppe fand seinerzeit durch den Bürgermeister statt. Dazu führte die Wettkampfgruppe nach dem Sonntagsgottesdienst eine Übung unter Wettkampfbedingungen durch, bei der der Bevölkerung der Leistungsstand der Wehr gezeigt wurde. Am 19.12. 1969 wurde Ehrenkommandant Gustav Riedlinger unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zu Grabe getragen. Gustav Riedlinger war von 1925 - 1937 Kommandant der Wehr.

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1970-1990

1970 wurde Kommandant Robert Prutscher durch den Kreisbrandmeister Schäuble zum Ehrenkommandanten ernannt. Die 1968 eingeführte Maiwanderung sowie der jährliche Ausflug der Wehr wurden zu liebgewordenen Traditionen, die der Kameradschaftspflege dienen. Nachdem die Bohlinger Feuerwehr noch 1924 in Radolfzell beim Löschen half, leistete inzwischen die Radolfzeller Wehr nicht nur bei Notfällen in Bohlingen Überlandhilfe, sondern sie war auch bei Übungen und Ausstellungen mit technischem Gerät vor Ort. So wurde auch das 110 jährige Jubiläum der Radolfzeller Wehr mit einer Geräteschau vor dem Gasthaus Sternen in Bohlingen gefeiert. Nachdem 1973 eine stattliche Anzahl Kameraden die Wehr altershalber verließen, bat Kommandant Kuppel diese Kameraden sich in einer Altersmannschaft zusammenzuschließen, so dass ihre Erfahrung der Wehr nicht verloren geht. Fünf dieser Kameraden sind diesem Aufruf damals zum Wohle der Wehr gefolgt. So bildet diese Altersmannschaft bis heute eine willkommene Verstärkung der Wehr bei den unterschiedlichsten Anlässen. Auch wurde 1973 mit dem Umbau des ehemaligen Farrenstalls zum neuen Gerätehaus begonnen und das alte Gerätehaus neben dem Rathaus abgerissen. Immer wieder beteiligte sich die Wehr in irgendeiner Form an den örtlichen Festen. So war es selbstverständlich, dass man sich natürlich am Festumzug zur 1200-Jahr Feier mit einem Motivwagen beteiligte, und was lag da näher, als den Rathausbrand aus dem Jahre 1925 darzustellen. 1974 feierte die Feuerwehr ihr 75-jähriges Jubiläum in Verbindung mit dem Kreisfeuerwehrtag vom 12. bis 15. Juli. Während das Fest in vollem Gange war, verstarb überraschend Bürgermeister Martin Hirt am 15.7.1974 in den Morgenstunden, so dass die Abendveranstaltung an diesem Tag abgesagt werden musste und das damalige Fest ein vorzeitiges Ende fand. Mit dem Ende des Jubiläumsjahres ging auch die Ära der selbstständigen Gemeinde Bohlingen zu Ende. Nachdem Bohlingen im Zuge der Gemeindereform 1975 nach Singen eingemeindet wurde, wurde auch unsere Feuerwehr der Feuerwehr Singen als selbstständige Abteilung ,,Löschzug Bohlingen" eingegliedert. Ebenso fand damit die Zeit der Überlandhilfe aus Radolfzell ihr Ende, die das letzte Mal 1974 beim Brand des Anwesens Norbert Prutscher zum Einsatz kam. Folge der Eingemeindung war es auch, dass fortan die Kameraden nach 25 Dienstjahren nicht mehr zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden, da dies in der Singener Satzung nicht vorgesehen war und das Feuerwehrgesetz dies nur für besonders verdiente Kameraden vorsieht. 1976 wurde dann unter Hinweis auf das Feuerwehrgesetz die Amtszeit des Kommandanten von 3 auf 5 Jahre erhöht. Am 7. Sept. 1977 fuhr das damalige Kommando nebst Gerätewart Gottfried Krotz und Herrn Bangert von der Stadtverwaltung nach Gingen an der Brenz, um bei der Firma Ziegler das lang ersehnte neue Löschfahrzeug abzuholen. Am 8.9 1977 fand dann die feierliche Übergabe des blumengeschmückten Fahrzeuges an die Wehr durch Herrn Oberbürgermeister Möhrle statt. Zum Jahresende 1977 wurde das neue Gerätehaus fertiggestellt. Die Einweihung wurde auf den 22.4.1978 festgesetzt. Nach der Einweihung des Gerätehauses durch Herrn Pfarrer Fehringer und verschiedenen Grußworten übergab Herr Oberbürgermeister Möhrle die Schlüssel des neuen Hauses an Abteilungskommandant Roland Isele. Der gemütliche Teil für die Wehrmänner mit Frauen fand im Anschluß daran im Gasthaus Sternen statt. Bei einem köstlichen Mahl und Tanz mit den Möhrleboys vergnügte man sich bis in den Morgen. Am Sonntagmorgen war beim Frühschoppen Gelegenheit für die Bevölkerung geboten, das neue Heim ihrer Feuerwehr zu besichtigen. Hier war es vor allem ein Feuerwehroldtimer, der besonders bei den kleinen Gästen einen großen Eindruck hinterließ. 1980 wurde das Löschfahrzeug der Abteilung Bohlingen mit Funk und einem Notstromaggregat ausgerüstet. Von nun an war es auch möglich, die Einsatzstellen ausreichend auszuleuchten, da gleichzeitig auch zwei 500- Watt Strahler mit Dreibein hinzukamen. Beim Kreisfeuerwehrtag in Tengen 1980 war es nach einigen Unstimmigkeiten mit der Wettkampforganisation nur durch das Einspringen von Kamerad Zander von der Kernwehr möglich, dass die Gruppe l an den Start gehen und die Leistungsstufe Gold - Wiederholung erringen konnte. Für die Gruppe 2 war leider kein Ersatzmaschinist aufzutreiben, sodass sie unverrichteter Dinge wieder abreisen musste. Im Jahr 1984 übernimmt die Feuerwehr Bohlingen zum ersten Mal die Ausrichtung der Bohlinger Sichelhenke. Erstmals war man nicht nur für Brandsicherheit und Verkehr verantwortlich, sondern hatte die Gesamtorganisation und Leitung in Händen. Diese neue Herausforderung wurde mit Bravour gelöst und die Kameradschaft untereinander gleichzeitig noch stärker verschweißt. Am 19.2.1985 war es Zeit für die nächste Premiere: der närrische Schlussrummel fand zum erstenmal im Gerätehaus statt, auch hier zeigten die Kameraden ihr Allroundtalent. Nach all der geleisteten Arbeit der vergangenen Jahre zugunsten der Kameradschaftskasse war es soweit: 1985 wurde erstmals ein zweitägiger Ausflug durchgeführt, der bei allen Beteiligten sehr gut ankam. 1988 war die Wehr erneut Ausrichter der Sichelhenke. Am 29.9.1989 teilte Kommandant Isele schriftlich der Wehr mit dass er das Kommando aus privaten und gesundheitlichen Gründen niederlegt. Zu seinem Nachfolger für die restlichen 3 Jahre wurde Josef Keller und zu dessen Stellvertreter Gottfried Krotz gewählt.

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1990-2000

1996 KesslerIm Oktober 1990 erhielt die Wehr einen Schlauchwagen der Feuerwehr Singen, der für Bohlinger Bedarf umgebaut wurde. Am Fasnachtssonntag 1991 musste die Wehr gegen alle Tradition und zum Leidwesen der Narren den "Narrenbaum wegen einer Sturmwarnung vorzeitig fällen. Am 8. Februar 1994 nahm die Wehr in tiefer Trauer Abschied von ihrem Kommandanten Josef Keller.  Eine große Trauergemeinde, darunter eine Fahnenabordnung der Wehr, gaben ihm nach fast 44jährigem aktivem Feuerwehrdienst das letzte Geleit. 1998 Umbau Zu seinem Nachfolger wurde in geheimer Wahl Meinrad Ruof und zu dessen Stellvertreter Roland Isele gewählt, 1995 war man wieder Ausrichter der Sichelhenke. Die Organisation wurde nun schon mit großer Routine erledigt. Als am Montagmittag die Feuersirene ertönte, zeigten die Kameraden einmal mehr, was Kameradschaft bedeutet.  So verließen sie ihre Arbeitsplätze im Zelt und eilten zum Brandherd, während der Wirtschaftsdienst im Zelt ohne große Absprache von den Ehrenmitgliedern übernommen wurde. Und so lautet auch hier der Tenor des 1998 Silvester Tages, dass es noch möglichst viele solche Familientage geben möge - sind es doch im Ernstfall immer die Familienangehörigen, die gerade beim Löscheinsatz mit Bangen auf die gesunde Rückkehr ihrer Feuerwehrmänner warten.


 Am 30.12.1995 wurde zum ersten Mal eine Winterwanderung durchgeführt.  Damit war ein weiteres Bonbon im Jahresablauf für die Kameraden und ihrer Familien geboren. Am Sonntag den 14.9.1997 veranstaltete die Wehr anstelle eines Ausfluges bei strahlendem Sonnenschein einen Familientag mit allerlei Attraktionen auf dem neu gestalteten Platz hinter dem Gerätehaus. Hier zeigte sich wieder einmal, dass man mit einer Fahrt im Feuerwehrauto nicht nur den Kindern eine Freude machen kann.

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2001-2010

Die Gründung einer Bohlinger Jugendfeuerwehr wurde im Jahr 2001 von unserer Feuerwehrführung beschlossen. Nach ausgiebiger Werbung wurde am 10. Juni eine Informationsveranstaltung mit vielen Spielen für die interessierten Kinder,

Jugendlichen sowie deren Eltern am Gerätehaus durchgeführt.2001 Brand Ökonomiegebäude Bereits am 21. Juli fand die Gründungsversammlung der Jugendfeuerwehr in Bohlingen mit 22 Kindern und Jugendlichen im Gerätehaus statt. Nachdem schon im Jahr 2000 unser Antrag auf Nutzung des ehemaligen Notschlachtraumes als Garage für unseren Mannschaftstransportwagen vom Ortschaftsrat genehmigt wurde, stimmte der Ortschaftsrat am 10. Juni 2002 auch der Überlassung der ehemaligen „kleinen Viehwaage“ zu.

Das 1jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr wurde am 21. Juli 2002 gefeiert Gleichzeitig wurde der beschaffte Mannschaftstransportwagen (MTW), der zum Teil mit Mitteln aus der Kameradschaftskasse gekauft wurde, vom Pfarrer geweiht. Schon 2002 traten die ersten zwei Jugendlichen zur aktiven Wehr über.
Im Februar 2006 nahmen wir bei zwei Arbeitseinsätzen im ehemaligen Schlachthaus zwischen dem früheren Schlachtraum und der „Sülewoag“ einen Mauerdurchbruch vor und bauten eine breite Tür ein. So hatten wir im Bedarfsfalle einen größeren Raum zur Verfügung. Ende Juli 2006 wurde uns kurzfristig die Hofsanierung zugesagt. Zusätzlich bekamen wir Mittel für die Schlachthaussanierung zugesagt, so dass wir Ende September mit den Sanierungsarbeiten des Schlachthauses begannen. Im November konnten wir schon den Grundputz auftragen und im gleichen Monat wurde die erste Teerung des Hofes vorgenommen, so dass 2006 bei uns am Gerätehaus wieder einiges vorgenommen wurde.

Im Frühjahr 2007 wurde der Feinbelag auf den Hof aufgetragen. Die Sanierungsarbeiten am Schlachthaus beendeten wir bis Juni 2007. Nun haben wir im Schlachthaus einen Raum, den wir mehrfach nutzen können, beispielsweise auch als Unterrichtsraum. Während der Arbeitseinsätze strichen wir auch Teile des Gerätehauses. Bei diesen Arbeitseinsätzen wurden wieder über 1000 Arbeitsstunden von den Kameraden zusätzlich für die Feuerwehr geleistet.

Neues LF10/6Am 27. Juni 2007 holten wir unser neues Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 bei der Firma Ziegler in Giengen an der Brenz ab. Das Fahrzeug kam dann noch zur Vervollständigung nach Singen, so dass wir am 15. Juli die offizielle Fahrzeugweihe und Übergabe hatten. Diesbezüglich veranstalteten wir am Geräte Verfasser ein Fest für die Öffentlichkeit, da wir gleichzeitig die Schlachthaus- und Hofsanierung abgeschlossen war und somit gezeigt wurde.
Im Juni 2008 führten wir zum ersten Mal ein Grillfest am Gerätehaus für alle Generationen durch. Das heißt, dass wir alle Aktiven Kameraden mit Ihren Familien, alle Jugendlichen mit Ihren Eltern und Geschwistern sowie alle Alterskameraden mit Ihren Ehefrauen einluden. Das Grillfest kam bei allen gut an und war ein voller Erfolg.

Am 13. Oktober 2008 wurde der Schlauchwagen, den wir 1990 gebraucht von Singen bekamen und Baujahr 1966 war, durch einen Ford Transit mit Pritsche als Gerätewagen Transport (GWT) ersetzt. Auf dem GWT sind hauptsächlich Materialien für den Öleinsatz. Die Fahrzeugweihe sowie offizielle Übergabe fand Anfang Februar 2009 in Singen statt. Am 14. Juni stellten wir den neuen GWT der interessierten Öffentlich im Rahmen eines Frühschoppens vor.
Im Februar 2009 wurde in Bohlingen ein großes Narrentreffen von der Trubehüeterzunft veranstaltet. Während der Veranstaltung betrieben wir im Dorf und hauptsächlich am Gerätehaus, zusammen mit dem Bohlinger Musikverein, einige Besenwirtschaften. 2009 hat unsere Fahrzeughalle neue elektrische Rolltore bekommen.

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Verfasser: Ralf Grässer, Markus Krotz, Reinhard Müller, Klaus Wittenberg

 

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